Das Album "Colors" erschien 2 Jahre nach "Dreamer". Diesmal wollte ich weniger synthetische Instrumente einsetzen und ersuchte neun weitere Musiker um Unterstützung. Nach dem der Vertrag mit Cattoni Records auslief, hiess es noch härter arbeiten. Mein eigenes Studio hatte ich seit 1990 sukzessive ausgebaut. Ich bin immernoch dankbar, dass mir mein Vater in seinen Geschäftsräumen ab 1989 ein grosses Lokal zur Verfügung gestellt hatte, das ich zu dieser Zeit mit meinen Freunden Beni Müller & Thomas Szabo teilte. Es war offensichtlich, dass ich mich mit dem "State of the Art" Tonstudios Soundville in Luzern nicht messen konnte. Ein Grund mehr, akustische Instrumente einzusetzen, auch wenn die Basis immernoch programmierte Synthesizer-Tonspuren darstellten. Diese wurden nach wie vor auf Notator 2.1 mit Atari StE, plus Unitor zur Synchronisation mit der Bandmaschine, erstellt. Das Musikgefühl enfernte sich leicht von den sehr melancholischen Liedern auf "Dreamer" zu mehr Rockorientierten Kompositionen, wobei der Anspruch an Klang und Präzision gesteigert werden musste, wenn "Colors" im Klang ein würdiger Nachfolger von "Dreamer" werden sollte. "Venus" sollte ab 1994 für mein nächstes Projekt "Mission 99" eine entscheidende Rolle, Schlüsselfunktion und Türöffner spielen. "Venus" ist eine Widmung an Neil Armstrong, erster Mensch auf dem Mond.
Datum der Kompositionen 1992 - 1993. Sämtliche Titel wurden von Stephan A. G. Roos komponiert. Dejan Jovic unterstütze mich weiterhin extrem in Gitarrenfragen, doch diese Last musste nach und nach auf weitere Musiker verteilt werden, begannen damals seine intensiven Studien an der Universität. Die Vorproduktion stellte gleichzeitig die Basis für die Hauptproduktion dar. Die Leitung der gesamten Produktion übernahm ich selber. Musiker: Stephan A. G. Roos, Vocals, Saxophon, Perkussion, Trompete, Synthesizer, Arrangement. Sascha Freimüller: Congas. Doris Dubach: Violinen "Your Eyes". Thomas Mollnar: Dudelsack. Bruno Stutz: Bassgitarre. Bruno Degonda: Bassgitarre. Roland Hegi: Gitarren, Perkussion. Heini Heitz: Gitarren auf "Tragedy". Dejan Jovic: Gitarren. Walter Keiser: Schlagzeug. Aufnahmen und Mischung: Blue-Box Studio Urdorf, Stephan A. G. Roos. Mastering: René Zingg, Soundville Studios Luzern. Photos und Design Stephan A. G. Roos, Claudia Cao. Titelfoto: Herr Lüthy, Fotostudio Lüthy, Bremgarten. Grafikrealisation: Nc AG Urdorf. Label: Arte Records.
Hintergrundinfrormationen: Die gesamten Kosten der Produktion wurden von mir selber getragen. Meine Pianoaufnahmen (Aula Oberwil-Lieli), konnten später auf Grund eines technischen Defektes an meiner Konsole nicht verwertet werden. Für die Aufnahmen hatte ich das gesamte Studio-Equipment dorthin gebracht. Zur Freilegung von Spuren, wurden bei allen Liedern "Ping-Pong-Mixes" gefahren. Der finale architektonische Ausbau meines Tonstudios wurde durch enormen Einsatz einiger meiner Freunde und meinerselbst vollzogen. Das Lokal diente auch als Uebungsraum. Walter Keiser, Schlagzeuger, überzeugte sowohl mit seiner Erfahrung und musikalischer Perfektion. Seine Aufnahmen wurden nach dem ersten Umgang für perfekt befunden und mussten nicht wiederholt werden. Die CD "Colors" wurde erst 5 Jahre später getauft. Es bahnte sich neben bestehenden Bekanntschaften eine neue intensive Freundschaft mit Roland Hegi an, teilweise nahmen wir bis in die frühen Morgenstunden auf. Aus Mangel an Hallprozessoren lieh mir mein Bruder seinen 1968er Fender Twin Reverb Verstäker aus, der via Raummikrophonierung einen wertvollen Zusatz darstellte. Die hochgeschätzten Ratschläge von René Zingg aus der Produktion "Dreamer" galten damals und bis heute.
Piano-Recordings for "Colors" ("Your Eyes"), Aufwand vergebens. Foto: Patrik Roos, Aula Oberwil-Lieli, 1992/93.
Die "Colors" Galerie, Die Gastmusiker - wundervolle Zusammenarbeit - Herzlichen Dank!