Datum der Kompositionen 1994 - 1997. Sämtliche Titel wurden von Stephan A. G. Roos komponiert. Vorproduktion und Komposition im Blue-Box Studio, Urdorf. Akustische Aufnahmen in der Aula Oberwil-Lieli. Musiker: Claudia Cao, Vocals, Rolf Bischofberger, Piano & Tuning, Renato Bizzotto Oboe, Denra Dürr, Didjeridoo, André Eugster, Trompete, Sascha Freimüller, Congas, Christoph Grunder, Gitarre, Roland Frei, Gitarre, Dejan Jovic, Gitarre, Sarah und Georg Fischer, Vocals, Roland Hegi, Gitarre, Perkussion, Aufnahmebegleitung. Walter Keiser, Drums, Elisabeth Künzli, Vocals, Beni Müller, Piano, Hammond. Daniel Polentarutti, Querflöte. Stephan A. G. Roos, Keyboards, Saxophon, Blockflöte, Percussion, Arrangement, Vorproduktion, Planung, Aufnahme, Mischung, Finanzierung. Bruno Stutz, Bass, Thomas Szabo, Drums, Claudia Vogel, Vocals. Add. Recording: Patrik Roos. Mastering P. Pfister, Berikon. Labels: DFP Music Switzerland, Pool Music Germany; Musikvertrieb, Switzerland.
Hintergrundinformation: Das gesamte Konzept folgte den Berechnungen von Astronom Lukas Schuler. In selbstloser Arbeit hat er seine Profisoftware "Astronovum" zur Berechnung der Abstände der Planeten untereinander umprogrammiert. Die Suche nach einer idealen Konstellation für den Flug von der Erde zu allen Planeten erfasste einen Zeitraum bis 300 Jahre in die Zukunft. Vorgaben: Die Reise führt von der Erde zu den inneren Planeten und anschliessend zu den äusseren Planeten. Bedingung: Es erfolgt auf dem Flug keine weitere Annäherung an einen bereits angeflogenen Planeten. Der Anflugslinie und der Abflugslinie umschliessen ein Dreieck von mindestens 90 Grad. Die Sonne wird als Objekt nicht in Betracht gezogen. Die Monde im Sonnensystem werden auf Grund ihrer hohen Zahl nicht berücksichtigt. Die Reise findet näherungsweise mit Lichtgeschwindigkeit statt und zwar so, dass die Flugdistanz innert einer CD Spielzeit von 74 min. vollzogen werden kann. Bruno Stanek überprüfte die Daten gem. seinen Erfahrungswerten und unterstützte das Projekt mit zusätzlichen Einsichten in sein grosses Raumfahrtarchiv. Durch ihn kam der Kontakt zu Ludek Pesek, Spaceartist zu stande, welcher früher auch für die NASA gearbeitet hatte. Herzlichen Dank Lukas und Bruno! Die Erstellung des Projektes dauerte mehrere tausend Stunden. Nach Ende der Vorproduktion konnte die gesamte Reise in zwei Teilen ab dem alten Atari STE (1Mb Ram) gehört werden. Die über 15 eingesetzen Synthesizer waren vollautomatisiert, steuerten auch Klangdaten, Pitch, Tempo, Klangwechsel, Lautstärke, Velocity und mehr. Im Anschluss wurden die einzelnen Teile von Mission 99 separat auf drei Tonbändern verteilt aufgenommen und beim Mastering wieder zusammengesetzt.
Speziellen Dank sende ich an R. Hegi und C. Cao für ihre intensive Begleitung durch die Jahre der Planung und Umsetzung. Ich habe versucht, menschliche Existenz in einen grösseren Zusammenhang zu stellen um dabei auch Pioniergeist zu ehren, aber auch um Pioniergeist zu leben. Kommerzielle Aspekte standen bei diesem Projekt nie im Vordergrund. Das gesamte Werk ist Eugene A. Cernan gewidmet, welcher 1997 sein 25 jähriges Jubiläum des letzten bemannten Apollo-Mondfluges feierte. Das Aufnahme-Equipment, zur Aufnahme der Stimme von Eugene A. Cernan, wurde 1995 in die U.S.A versandt, blieb aber am Zoll hängen, worauf sich die Akkus entluden. In der Folge musste ein Transformator von 220V auf 110V nachgesandt werden. Dieser wurde von meinen Onkel Anton Roos zusammengebaut. Herzlichen Dank! Die Aufnahmen des bisher letzten Mondastronauten Eugene A. Cernan erreichten mich in tadellosem Zustand. Das Besorgen von Originalaufnahmen der Apollo 17 Bordkommunikation in einer Bibliothek in den U.S.A stellte damals ein weiteres Hindernis dar, bei welchem mich mein Vater unterstützte. Die Audiokassette war nur noch auf einem Kanal hörbar und musste zudem entrauscht werden. Eingesetzte Synthesizer: Roland D550 (2x), MKS 20, Ensoniq SQR, Korg Trinity, Akai S 1000, TB 303, Korg Monoploy, Juno 106, Roland D-110, Technics Piano, Roland Vintage Modul, Roland Orchestra Modul, Synare Drumpad, Alesis D4, Korg EX 8000, Roland Vocoder Analog, Roland R-8 Rack. Quintessenz: Theorie ist eines. Am Ende ist es nur die Musik.